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Der motorisierte Individualverkehr (MIV)

Angebot und Nachfrage im MIV

Die Zahl der Personenwagen wächst weiter. Im Jahr 2020 wurden im Kanton Luzern 9 378 Personenwagen neu in Verkehr gesetzt. 2021 waren im Kanton Luzern insgesamt 220 948 (2020: 219 577) Personenwagen registriert. Der Personenwagenbestand hat innert 15 Jahren (2005-2020) um 30 Prozent zugenommen und ist damit fast doppelt so stark gewachsen wie die ständige Wohnbevölkerung im gleichen Zeitraum (+16.85%).

Betrachtet man die Personenwagen nach Treibstoffart, so zeigt sich folgendes Bild: Während Personenwagen mit Benzin seit rund 10 Jahren langsam zurückgehen (2011: 153 008, 2021: 140 624), flacht die Zahl der Dieselfahrzeuge erst in den letzten Jahren ab (2019: 68 143, 2021: 68 178). Alternative Antriebe setzen ihr Wachstum fort. So hat sich die Anzahl der Hybridautos mit diesel-elektrischem Antrieb innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt (2020: 506, 2021: 1020). Benzin-elektrische Hybridautos nahmen im selben Zeitraum um 44,7 Prozent (2020: 5124, 2021: 7414), jene der rein elektrisch betriebenen Personenwagen um 58,1 Prozent (2020: 1958, 2021: 3095) zu.

Die Ergebnisse des Gesamtverkehrsmonitoring belegen das Verkehrswachstum bis ins Jahr 2019 für den Agglomerationskordon, der Tagesverkehr erreichte in dem Jahr 438 500 Personen (2010: 399 500 Personen). Im Stadtkordon ging der motorisierte Individualverkehr pro Tag leicht zurück, von 234 500 Personen im Jahr 2015 auf 223 500 Personen  im Jahr 2019. Auf Grund der Covid-19-Pandemie nahm der Verkehr stark ab, die weitere Entwicklung ist noch nicht abschätzbar.

Auf der Angebotsseite wurde die Entwicklung der Strassenverkehrsinfrastruktur im Kanton Luzern durch den Autobahnbau im Zuge der schweizerischen Gesamtverkehrskonzeption der 1970er-Jahre und eine Phase umfassender Investitionen in das Kantons- und Gemeindestrassennetz geprägt. 2021 umfasst das Strassennetz im Kanton Luzern 4117 Kilometer, davon entfallen rund 59 Kilometer auf Nationalstrassen, 523 Kilometer auf Kantons- und 3535 Kilometer auf Gemeindestrassen. Die wichtigsten National- und Kantonsstrassen (aber auch Bahnlinien) verlaufen entlang der Hauptentwicklungsachsen. Sie sorgen für die Anbindung des Kantons an den nationalen und internationalen Verkehr. Über Nebenachsen, die von ihnen ausgehen, dienen sie zugleich – mit lokalen Unterschieden – der Feinerschliessung des Kantons.

Das Auto ist nach wie vor wichtig
Der motorisierte Individualverkehr (MIV) spielt eine zentrale Rolle im Verkehrsverhalten der Luzerner Wohnbevölkerung. Daran hat sich im zeitlichen Verlauf seit 2005 nichts geändert. Mehr als zwei Drittel der 2015 im Inland absolvierten Tagesdistanzen – durchschnittlich 26,4 Kilometer – werden im MIV zurückgelegt. Der MIV kann nahezu synonym mit dem Autoverkehr verwendet werden, denn von den genannten 26,4 Kilometern entfallen 25,9 Kilometer auf das Auto. Damit setzt sich jeder Einwohner, jede Einwohnerin des Kantons Luzern für weit mehr als jeden zweiten Kilometer der bewältigten Tagesdistanz in ein Auto – Kinder, Jugendliche unter 18 Jahren oder führerscheinlose Menschen aller Altersgruppen mit einberechnet.

Das Auto ist nicht nur gemessen an Besitz und Verfügbarkeit weit verbreitet im Kanton Luzern. Gemessen an den zurückgelegten Distanzen ist es überhaupt das wichtigste Verkehrsmittel für die nach Alter, Geschlecht und Haushaltseinkommen differenziert betrachteten Bevölkerungsgruppen des Kantons. Quelle: LUSTAT Focus 2017, "Mobilität im Kanton Luzern"

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